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im Rahmen der
"Regensburger Kurzfilmnacht 2002"
mit Bernhard Wildegger (Anton), Ulrich Zentner (Karl), Aurora Meiselmen (Sofie)
Drehzeit:
01.-07.02.2002 in München und Umgebung
Inhalt:
Eine deutsche Großstadt. Maria kam vor Jahren aus dem Bürgerkriegsgebiet Jugoslawiens und lebt mit ihrer Tochter Sofie, dem Italiener Karl und dem Russen Anton zusammen. Marias Mann verunglückte auf einer deutschen Baustelle. Als Supermarktkassiererin schlägt sie sich wacker. Anton wollte in ein wärmeres Land und nicht mehr arm sein und arbeitet jetzt in der Fingerhutfabrik. Anton liebt Italien. Eine Kassette mit seinem italienischen Lieblingsschlager hat er immer bei sich. Jeden Sonntag wäscht er den Wagen eines alten Nachbarn, denselben wie auf seinem Italienplakat. Karl kam wegen der Eisenbahn nach Deutschland. Als blonder Italiener schon als Kind ausgegrenzt, hat er sich ganz auf unitalienische Tugenden verlegt: Genauigkeit, Verlässlichkeit, Zugfahrpläne. Die Bahn wurde privatisiert und Karl war seinen Rangierer-Job los. Jetzt arbeitet er nachts in der Fingerhutfabrik. Nachmittags bastelt er an einem Lokomotiv-Modell. Sein Traum: einmal mit der transsibirischen Eisenbahn nach Wladiwastok! Die Zeit vergeht ohne große Sorgen, und die Routine schützt vor unliebsamen Überraschungen.
Eines Tages bekommt Anton einen amtlichen Brief. Er hat das Auto des Nachbarn geerbt. Karl kann tatsächlich seine fertige Lokomotive im Sammlerladen verkaufen. Soviel Geld hat er noch nie besessen. Und nun?
"Schicht"
erzählt von entwurzelten Menschen und ihren Träumen. In verstörend ruhigen
Bildern (gedreht in Schwarz/Weiß) und ohne Dialog thematisiert
"Schicht" mit leisem Witz die unerschütterliche
Selbstverständlichkeit menschlichen Zusammenlebens am Beispiel von vier
Menschen und erzählt von ihren kleinen Spleens und geheimen Träumen - und von
den nie gestellten Fragen nach Einzigartigkeit und Austauschbarkeit.
©
Text: BR-Online (Link nicht mehr erreichbar)






Alle Screenshots aufgenommen von Andrea B., ©
Bayerischer Rundfunk
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